Das Goldmuseum von Brad

"Muzeul Aurului" ... In literarischen Quellen findet man dahingehende Informationen, dass es sich hier um die grösste Sammlung an Gold- und Silber-haltigen Erzen innerhalb Europas und gar an Exponaten von Halbedelsteinen gemessen, der grössten Sammlung der Welt handelt. Wie auch immer, was die Menge der Touristen besonders interessieren dürfte, das sind die Gold-haltigen, oder Gold-besetzten Gesteine, zumal die Bezeichnung "Gold-Museum" von vornherein Erwartungen weckt. Diese - so viel sei vorab an dieser Stelle bestätigt - werden hier auch zu 100% erfüllt! ... Besucher, die zuvor das Besucherbergwerk in Rosia Montana besichtigt haben, sollten unbedingt auch dem "Muzeul Aurului" in Brad einen Besuch abstatten. So man in Rosia Montana einen der geschichtsträchtigen Abbauorte des Goldes gesehen hat, kann man hier das Gold selbst in den schönsten Natur-gegebenen Formen bewundern (siehe obere Fotos).

Brad, im Norden der Muntii Metaliferi gelegen, erreicht man von Deva aus über die -76- (E79) in nördlicher Richtung (38 km). Von Alba Iulia aus fährt man über die -74- bis Brad, von Câmpeni kommend zunächst auf der -74A- bis Abrud und dann weiter auf der -74- (siehe Karte). Brad befindet sich im westlichen Abschnitt des sogenannten "Polygon des Goldes", jenem Gebiet innerhalb der Muntii Metaliferi, in dem seit Menschengedenken Goldbergbau betrieben wurde (siehe untere Skizze). Um einmal eine interessante Zahl zu benennen, allein die Römer haben in dieser Region 160 Tonnen Gold und 300 Tonnen Silber zu Tage gefördert.

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"Polygon des Goldes" ... Die auf der oberen Skizze rot markierten Orte sind jene, wo bis vor kurzer Zeit noch Goldbergbau betrieben wurde. Neben den nach der politischen Wende nach und nach geschossenen Gruben gab es in der zurückliegenden Geschichte viele ungezählte Bergwerke. Bekanntere römische Bergbauzentren lassen sich im "Polygon des Goldes" auf 5-6 beziffern, aber es handelt sich hier nur um die grösseren. Es mag in den Jahren dieser Zeit sicher unzählige kleinere Minen gegeben haben. Der neben Rosia Montana heute noch bekannteste Zugang zu einer Mine mit römischen Stollenabschnitten ist sicher jener bei Ruda-Barza, mit dem kleinen überbauten Turmhäuschen aus der Zeit österreichischer Machthaber und der dort bezeichnenden Anschrift "RÖMER TREPPE":

(Ausschnitt aus einem Gemälde, welches sich in der Sammlung des Muzeul Auruli in Brad befindet)

Der Zugang ist verschlossen. Die Treppe, welche hinab in die Tiefe des Berges führt, endet nach ca. 55 Meter im Wasser. Die hiesigen Stollen sind allsamt vom eindringenden Wasser geflutet. Ebenfalls im Muzeul Aurului, befindet sich eine Skizze über diesen Stollenzugang:

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BRAD MUZEUL AURULUI

Text: Touristisches Faltblatt / Unkommentierte Übersetzung (Rumänisch ins Deutsche) von: Klaus Danielis

Gegründet 1896

Die Mineraliensammlung der Minen-Gesellschaft aus Brad, bekannt als Gold Museum, möchte hauptsächlich ein Metall vorstellen, das die Menschheit seit frühesten Zeiten fasziniert: DAS GOLD. Sie ist eine der größten, vielleicht die größte Sammlung von Proben/Mustern von nativem Golderz, weltweit, einige davon sind Unikate.

Das Museum verfügt über 1300 Mineralien-Exponate aus sehr vielen Ländern und Vorkommen, sie bilden eine systematische repräsentative Sammlung für alle mineralogischen Klassen.

Die in dieser Gegend gesammelten Fundstücke, beweisen eindeutig, dass es hier aus dem Neolithikum Menschen gab und dass diese sich seit mindestens 2000 Jahren mit dem Goldabbau beschäftigt haben.

Anschrift:

Filiala "Bradmin" S.A., Muzeul Aurului, Str. Independentei Nr. 3, Brad 335200, Jud. Hunedoara, Romania, Telefon + Fax: 0254-612300 , eMail: muzeulaurului@minvestdeva.ro 

Programm: Montag bis Freitag 8-14 Uhr; Samstag und Sonntag nur Gruppen nach Absprache

!!! Informationen anderer Besucher berichten darüber, dass das Museum Sonnabend und Sonntag geöffnet ist und am Montag geschlossen. Eine telefonische Anfrage sei empfohlen !!!

Die obersten, sowie jene am Ende dieser Seite befindlichen Fotos, stammen aus diesem Prospekt des Museums!

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Rosia Montana

Eine Vitrine enthält speziell Golderze aus Rosia Montana. Einge dieser Erze sind unmittelbar mit Gold besetzt. Das Museum beherbergt auch alte Werkzeuge, die zu frühen Zeiten im Bergbau Verwendung fanden. In weiteren Vitrinen sind Golderze aus den Gebieten Gura Barza, Valea Morii, Valea Arsului, Ruda-Brad, Valea Musariu, Baita, Certeju, Sacaramb u.a. Regionen innerhalb des Goldenen Vierecks zu sehen. 

Aragonit

Dieses wunderschöne Exemplar stammt aus der Fagului-Höhle im Bihor-Gebirge.

Neben den Gold-besetzten Gesteinen ...

aus den Muntii Metaliferi, beherbergt das Museum eine Mineraliensammlung, deren Exponate aus aller Welt zusammengetragen wurden.

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Ergänzend zu den oben stehenden Informationen aus dem touristischen Faltblatt des Muzeul Aurului sei die aktuelle Zahl Gold-besetzter Exponate auf 1200 und jene ohne Gold auf 960 beziffert. Hier handelt es sich aber lediglich um die in den Schauvitrinen lagernden Stücke! ... Im Jahre 1896 wurde die Sammlung zwar begonnen, aber erst 1920 wurde diese Touristen erstmals zugänglich. In der Zeit zwischen den Jahren 2007-2012 war das Museum geschlossen. 

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