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Das Meledic-Plateau (Platoul Meledic) ...

Allgemeines Höhlen Anreise Unterkünfte Fotos


Allgemeines zur Region

Das Meledic-Plateau (Platoul Meledic) befindet sich im Karpatenvorland des Vrancea-Gebirges (Subcarpatii Vrancei). Die Region - im Osten Rumäniens gelegen, zum Buzáu-Bezirk (Judetul Buzáu) gehörig, stellt ein beinahe einmaliges Areal des Landes dar. Das Salz, welches in den dortigen vulkanischen Tuffen enthalten ist, prägt die Region auf ganz ausserordentliche Weise und der Besucher, welcher von Buzáu aus durch das Tal des Valea Slánic hinaufkommt, wird am "Piatra albá" (Weisser Stein) als erstes berührt sein.

Das Meledic-Plateau erhebt sich von den Tälern des Slánic, Jghiab und Pârâul Meledic bis auf eine wechselnde Höhe zwischen 500 und 650 Meter. Nach allen vier Seiten hin fällt das Plateau ab. Etwas sanfter im Osten, wo das Plateau durch das Tal des Valea Jghiabului begrenzt wird, etwas steiler und ohne zugängliche Wege im Norden durch das Valea Pârâul Meledic, am steilsten im Süden, entlang der Strasse von Mânzálesti nach Lopátari und wechselnd steil bis schroff ebenfalls im Westen, durch das "Marele Amfiteatru" (Grosses Amphitheater), der Schlucht des Valea Izvorul Sárat und im Südwesten dann durch das Valea Sárii.

Im Westen, oberhalb von Lopátari erhebt sich der Vf. Brazáu mit seinen 1140 Metern um einiges und insbesondere im Norden steigen die zumeist bewaldeten Berge zum Vrancea-Gebirge dann stetig an, hingegen sich die im Osten, in Richtung Bisoca erhebenden Berge von Almen durchsetzt sind. Besonders im Frühling sind diese Bergwiesen, als auch jene auf dem Meledic-Plateau, von grosser Blütenpracht. Wer Ruhe und Entspannung sucht, der findet in der Zeit zwischen April bis Juni und in der des Herbstes geradezu paradisische Verhältnisse vor! Auch Dank der 1991 auf dem Meledic-Plateau erbauten Cabana Meledic.

Der krasse Wechsel dieser Landschaft ist zugleich sein absolutes Charakteristikum. Die sanften Hügel des Plateaus im Wechsel von Wiese und Wald, werden abrupt unterbrochen von den stark erodierten Abbruchkanten des Valea Grádinii, oder der sich weit und tief in den Karst einschneidenden Schlucht des Valea Izvorul Sárat, und noch abrupter bei den Dolinen nördlich des Lacu Mare.

Oft wechselt das helle Grün der Wagerechten, mit dem Weiss der mit Salz überzogenen Erosionen der teils senkrechten Steilwände. Die Vielfarbigkeit der Erosionsfächen hängt von einigen Faktoren ab, so z.B. von der Stärke und Ergiebigkeit der Niederschläge, wo sich die ansonst so weissen Flächen in eine grau-braune Färbung wandeln, jedoch nach wenigen Tagen intensiver Sonne wieder dank neu auskristallisierter Salze zurückverwandeln. Man könnte beinahe sagen, die Landschaft des Meledic verfügt über die Eigenschaften eines Chamäleon :-) ! Auch die Kontraste innerhalb der Erosionslandschaften sind verblüffend, so wechselt mitunter die braun-graue Färbung der Tuffe mit knalligem weiss mancher innen mit Salz ausgekleideter Höhlenportale. Und mischt sich dann noch ein schwarz, wie im "Valea Pârâul Meldic" in die erodierten Flächen, so lässt das auf Kohle schliessen. Und schliesslich sind da noch die mitunter gelb-braun-weissen oder gelb-braun-grauen Abgründe im "Marele Amfiteatru".

  Karte: Meledic-Plateau und Umland (377 KB)
  Karte: Judetul Buzáu - incl. Angaben über die dortigen Klöster (334 KB)

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Höhlen im Salz

In den Jahren 1978 - 1984 hat der Höhlenforscherclub "Emil Racovitá" das Gebiet um Meledic umgehend erforscht. Nur wenige Regionen weltweit haben ähnliche Karstverhältnisse zu bieten. Der Stand nach den Jahren der Erforschung des Meledic-Plateaus und umliegender Regionen (Fundu Jghiabului / Valea Sárátel / ...) bis zu Beginn des Jahres 1985 war folgender:

Es wurden insgesamt 26 Höhlen entdeckt. Eine Höhle definiert sich als ein Hohlraum von über 7 Meter. Die durchschnittliche Länge der Höhlen liegt zwischen 8 und 300 Meter. Eine Ausnahme ist dabei die "Pestera 6S de la Mânzálesti" mit einer Ausdehnung von 1257 m und einer Höhendifferenz von 32 m. Der Höhleneingang liegt auf dem Meledic-Plateau in einer Höhe von 560 Meter. Bis zum Jahre 1985 galt diese Höhle somit als die zweitgrösste Salzhöhle der Welt. Informationen aus dem Jahre 1995 geben Aufschluss über weitere Neuerkundungen in dieser Höhle, deren Ausdehnung nun auf 3234 m korrigiert wurde. Somit würde die "Pestera 6S de la Mânzálesti" nun die grösste Salzhöhle der Welt sein ...., so man die weltweiten Forschungen nicht berücksichtigt. Der aktuelle Stand der Dinge aus heutiger Zeit verweist auf folgende Erkenntnis:

Die grösste Salzhöhle der Welt ist die "Malham cave" in Israel mit 5685 m; die zweitgrösste ist die "Jeskyne Trí Nahácu" ( die Höhle der "drei Nackten" ) im Iran mit 5010 m; und drittgrösste Salzhöhle ist die "Pestera 6S de la Mânzálesti". Die Höhle der "drei Nackten" im Iran, wurde unter anderen in den Jahren zwischen 1998 - 2000 von tschechischen Studenten der Geologie entdeckt und erforscht: http://www.natur.cuni.cz/~namak/ . (---> Für diese Informationen bedanke ich mich rechtherzlich beim Ondrej Jaros!)

Von den 26 verzeichneten Höhlen auf und um Meledic gelten 16 als aktive (zeitweise aktive) Höhlen. Die Zugänge von 15 Höhlen befinden sich in einer Doline. In jedem Falle ist ein Höhleneingang in diesem Jahr neu hinzugekommen, wodurch sich die Zahl der Höhlen auf 27 erhöht und derer, die einen Zugang in einer Doline haben ebenfalls + 1 beträgt. Von einer weiteren Höhle konnten wir nur annehmen, dass diese in der Zeit vor 1985 noch nicht offen war, da diese in den Skizzierungen in "Pesteri in Sare din Subcarpatii Vrancei" ebenfalls nicht enthalten war, was bedeuten würde, dass sich die Zahl der Höhlen nochmals um 1 auf 28 erhöht. Allerdings ist das eine rein theoretische Zahl, da aufgrund der starken Instabilität des dortigen Karstes womöglich auch Höhlenzugänge eingebrochen sind.

Literaturhinweise (Höhlenforschung): ................. PESTERI IN SARE DIN SUBCARPATII VRANCEI
  von: Icá Giurgiu
  Buletinul Clubului de Speologie "EMIL RACOVITÁ"
  9 - 1985
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  SALVATI PESTERILE
  Pesteri din România - Valoare si Conservare
  GESS, 1996

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Anreise nach Meledic

Anreise mit dem Bus

Wanderer reisen in der Regel mit dem Zug bis Buzáu an. Von Buzáu aus gibt es eine recht regelmässige Busverbindung nach Lopátari:

Busverbindung: Buzáu - Lopátari

Busbahnhof Buzáu Ankunft in Lopátari Bemerkungen
06:30 08:30  
08:30 10:30  
12:30 14:30  
14:00 16:30 fährt über Fundu Jghiabului (ca. 16:00)
15:00 17:00 fährt nicht Sa./So
16:30 18:30  
17:00 19:00 fährt nicht Sa./So
19:00 21:00  

Busverbindung: Lopátari - Buzáu

ab Lopátari Ankunft in Buzáu Bemerkungen
05:00 07:00  
06:30 08:30 verkehrt nicht Sa./So.
09:30 11:30 verkehrt ab Trestioara !
10:30 12:30  
12:30 14:30  
15:00 17:00  
17:00 19:00  

Die Angaben zu den Busverbindungen sind nicht verbindlich, Änderungen und Abweichungen müssen vor Ort selbst ermittelt werden!

Anreise mit dem Auto

Wer mit dem eigenen Auto anreist, der muss ebenfalls über Buzáu ins Tal des Valea Slánic fahren. Wer von Brasov aus anreist, ist gelegentlich der Versuchung unterlegen, sich auf einer oft in Karten verzeichneten Strecke über Nehoiu - Gura Teghii - Lopátari zu versuchen. Diese Strecke besteht ab Gura Teghii aber aus unbefestigten Pisten, die höchstens für Allrad-Fahrer machbar ist. Nach längeren Regenperioden sollten aber auch sie diese Strecke meiden. Zudem verfügt diese Strecke über keinerlei Ausschilderung! Für Allradfahrer bietet sich auch eine reizvolle Anfahrt über das Valea Râmnicul Sárat - Jitia - Bisoca - Fundu Jghiabului - Valea Jghiabului - Grunj.

Anreise mit dem Taxi

Wer nicht auf jeden "Pfennig" schaun muss und für den Zeit auch eben geld ist, für den lohnt sich die Anreise mit dem Taxi von Buzáu aus. Der Preis sollte aber in jedem Falle immer vor Antritt der Fahrt verhandelt werden!!!

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Unterkünfte bei Meledic

Cabana

Meledic

Der Cabanier Costin Olimpiu mit seiner Frau in der Mitte zufriedener Gäste und "Max", der galanteste und kinderfreundlichste Hof-Boxer aller Zeiten, darf natürlich nicht fehlen :-) !

CABANA MELEDIC

COMPLEX TURISTIC "MELEDIC" - PENSIUNE

Cabanier: Costin Olimpiu

Sat. Meledic / Com. Mânzálesti / Judet Buzáu

Tel.: 0238 548648 (vom Ausland aus: 0040 238 548648)

Preis pro Übernachtung: 7 Euro / Person

Die Cabana Meledic, erbaut im Jahre 1991, liegt auf dem Meledic-Plateau, in einer Höhe von ca. 600 Meter. Sie verfügt über 14 Zimmer (2-3 Bettzi. / Aufbettung auf 4 oder 5 Pätze/Zi. ist nach Absprache möglich). Die Zimmer haben je ein eigenes WC, incl. einer einfachen Duschmöglichkeit (Warmwasser). Die Zimmer sind schlicht und dennoch gemütlich eingerichtet. Direkt unterhalb der Cabana ist der Lacul Mare Meledic und dahinter befindet sich die grosse Festwiese, auf der jedes Jahr am 24. Juni das "Festivalul Slánicului", heute oft auch bezeichnet als "Târgul de Munte", stattfindet. Wer dieses Spektakel erleben möchte, der melde sich in der Cabana aber mehr als nur rechtzeitig an. Ansonsten findet sich immer auch ein Platz für´s Zelt.

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Wer´s beim Busfahrer liebt ...

Ja, da staunt die Gemeinschaft der Unterkunftssuchenden nicht schlecht, es gibt auch eine Unterkunft beim Busfahrer Rosioru D. Ionel. Er fährt fast täglich die Busstrecke zwischen Buzáu - Mânzálesti - Valea Jghiabului - Lopátari. Rosioru hat zusammen mit seiner zweiten Frau ein schönes grosses Haus mit erhöhtem Blick auf das Valea Slánic. Besonders für Einzelreisende oder Pärchen mit bescheidenen Ansprüchen (da noch kein Bad vorhanden - aber geplant), bietet sich hier eine gute und sehr freundliche Unterkunftsadresse. Das Haus ist eines der letzten Häuser von Sáveni, welches zur Comuna Mânzálesti gehört. Nur wenige Meter sind es dann bis zur Schlucht des Valea Grádinii und zu den steilen Wandabbrüchen des Platolul Sárata (siehe Karte ). Drum sei aller Spannung ein Ende gesetzt und die ganze Adresse verraten:

Rosioru D. Ionel

Comuna Mânzálesti

Tel.: 0238 548687 (vom Ausland aus: 0040 238 548687) Telefonische Verständigung ist nur in rumänischer Sprache möglich, ein guter Grund, sich schon im Vorfeld damit etwas zu beschäftigen :-))) ... (siehe "Wörterbuch")

Preis: verhandelbar !

Auch die Comuna Meledic baut auf der anderen Seite des Lacu Mare derzeit ein neues gemütliches Touristenzentrum mit schönen Holzhäusern. Das Ganze fügt sich gut in die Landschaft. Der Besucher braucht hier aber den Massentourismus nicht zu fürchten. Insbesondere die Zeiten Frühjahr und Herbst bleiben ein Tipp für "touristische Feinschmecker"!

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Fotos vom Meledic-Plateau und Umgebung

  Das Land des Belzebub - Salz, Kohle, Öl und Schwefel im Norden des Meledic-Plateaus (821 KB)
  Wo die Ziegen stehn, da musst Du gehn! - Der Süden des Meledic-Plateaus (1,03 MB)
  "Jghiab" - Wo sich Muschelkalk und Salz begegnen (675 KB)
  Zwei Superlativen: Das kleinste Hochgebirge und die schönste Salzhöhle der Welt (921 KB)
  Was gibt´s sonst noch um Meledic? - Volkskunst, Industriekultur, Focul Viu, Open-air-Supermarkt (1,12 MB)
  Bilder zur Story: "Dem Belzebub auf´s Dach gestiegen" / von Vulcanii Noroiosi nach Muntele Sare (1,16 MB)

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