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Willi & Buch

Mein Credo Meinigkeiten Internetuition



 

Es war einmal:

Karpatenwilli

Im Frühling nach Rumänien - Reiseberichte

Verlag Frieling & Partner GmbH

Taschenbuch (Paperback / 160 Seiten)

ISBN 978-3-8280-1235-6

... der Buchverkauf ist geendet. Aber Du findest nach wie vor alle Reiseberichte weiterhin kostenlos auf diesen Seiten



Mein Credo

... für diese Webseite: ... 

Ein guter rumänischer Reiseführer kann nicht nur sachlich sein. Die Menschen dieses Landes gehören unbedingt erwähnt. Gastfreundschaft ist hier in Rumänien nicht nur ein bloßes Wort, sondern pure Reinkultur. Aber womöglich sprengt eine solche Gesamtheit von Sachlichkeit und diesen ganzen Geschichten "menschlicher Superlativen" auch wiederum den Rahmen für ein "tragbares" Buch. Darum scheinen die hier enthaltenen Reisegeschichten und Fotoserien ein legitimer Versuch zu sein, dem Leser zu erklären: warum man in diesem wunderbaren Land immer unter Spannung steht und warum hier Essen und Trinken eine unverzichtbare Symbiose darstellen; oder wann erst eine Lämmerseele in den Himmel kommt; welche Qualitätskriterien bei der Pflaumenlese gelten; und warum man hier mit zehn Worten Rumänisch mehr Freunde findet, als mit perfekten Englisch sonst wo auf der Welt. Und wo wir gerade beim Englischen sind: für Leute die vergessen haben, was Outdoor und Trekking im Deutschen bedeutet, um genau so etwas geht`s hier auch in dieser Webseite ...



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Meinigkeiten




Das kleine Jüngelchen mit der späteren Bezeichnung "Wilhelm Scherz", wurde anno 1960 in Ilmenau (Thüringer Wald = Muntii Thüringen) geboren. Sein erster Blick im Kreissaal war mit Sicherheit ein Fensterblick. Es muss klare Sicht gewesen sein und Mutter "Berg" sendete ihm sonnige Grüsse entgegen.

Es folgten zwei ratlose Jahre in der Manebacher Kinderkrippe. Die einstige Frage: ..."Warum gibt es überhaupt eine Krippe, wenn doch der Wald so nah ist?"..., löst noch bis heute Ratlosigkeit in jenem gealterten Wesen aus. Aber Waldausflüge erfolgten dennoch reichlich, durch die seinigen, von Mutter Natur auserlesenen Eltern. Die wichtigste Schule des Lebens erfolgte in dieser Zeit und befasste sich sozusagen mit dem Studium des Bergwaldes. Was ist das, ein Bergwald? Es ist, ata ata, wo man muss bergauf, bergab, auf Knien und auf Hosenboden, durch Pfütz und Bach. Es ist ata ata, ein schönes Versteck, wo Eltern einen lange suchen müssen, .... und und und (die gesamten Forschungsergebnisse werden vielleicht einmal in einem späteren Buch veröffentlicht!).

Mitten im dritten Lebensjahr erfolgte eine bittere "Emigration" in die Brandenburger Nichtbergwelt. Ein Leben, das fortan am Tropf von Ferien und Urlaub hing.

Ein bisschen Musikalität ... Schon als Kleinkind wurde ich von meiner Thüringer Oma im Plattenauflegen geschult. Das war geradezu avantgardistisch, denn zu jener Zeit kannte man den Begriff "DJ" (Diskjockey) noch nicht. Später, während meiner Kinderjahre in Jüterbog, suchte der Spielmannzug neue Mitwirkende. Oh toll, dachte ich, da kannst du Trommeln lernen. Trommler aber gab es schon genug und als ich schon gehen wollte, hielt mich eine harte Hand an der Schulter fest. Junge, wir suchen noch Interessenten für die Trommelflöte. Na ja, wer weiß wozu es einmal gut ist, dachte ich mir und bemühte mich, ein halbwegs guter Flötist zu sein. ... Im frühjugendlichen Alter schien mir diese Art des Musizierens nicht mehr stimmig mit dem eigenen Musikgeschmack. Während der Baumaschinisten-Lehre hatte es mir dann die E-Gitarre angetan. 

Nach dem Grundwehrdienst trat ich dann der Band Hahnenschrei bei. ...
Später, im Jahr 2004 lebte die Band noch einmal auf und deren Hinterlassenschaften kann man noch immer einen Besuch abstatten:  Hahnenschrei 

 Im hiesigen Brandenburger Kleinstädtel Jüterbog, stand später auch einer anderen "Karriere" nichts im Wege und das mit "Wilhelm Scherz" ausgewiesene Jüngelchen brachte es im Laientheater (Theater der Werktätigen) sogar bis zur tragenden Rolle einer Bergziege.


Nach zahlreichen Jahren "versuchter Schulbildung", dann die erste Ausbildung zum Baumaschinisten. Anno 1982 erfolgte der Wechsel in die Berufsbranche der Altenpflege. Anno 1985 Beginn eines dreieinhalbjährigen Fernstudiums Krankenpflege.

Anno 1986, angeregt durch einen guten Freund, erfolgte eine erste Reise nach Rumänien. Das Resultat waren unendlich tiefe Eindrücke von MENSCH UND NATUR vor Ort! Fortan hat die tief geprägte Leidenschaft fürs Wandern durch die rumänischen Karpaten ihre Fesseln gefunden. Und seit 1998 wird mit der Eröffnung der Karpatenwilli-Homepage auch das Internet zum "Sprachrohr" seiner persönlichen Leidenschaften.

Aber kommen wir noch einmal zurück zur "Bergziege" ... Seit meiner frühkindlichen Umsiedlung in das flache Brandenburger Land, vermisste ich die Berge ohne Ende. Das flache Land konnte mir kein Wohlbehagen vermitteln ... bis ... ja bis ich mir im Jahr 2014 ein Luftkajak kaufte. So lernte ich voller Begeisterung die Fluss- und Seenlandschaften von Brandenburg und anderen Regionen kennen. Und so kam es zu einer späten "Versöhnung" mit dem doch so schönen Brandenburg. So verbringe ich gerne die freie Zeit allein, mit der Liebsten, oder mit anderen Paddelfreunden in der freien Natur. 

Und fast wie in Rumänien, finden sich auch hier traumhafte wilde Zeltplätze. Besonders in der Vor.- und Nachsaison genießt der Paddler die Ruhe und so hatte ich jüngst bei der Großen Märkischen Umfahrt Mitte Oktober, zusammen mit einem weiteren Paddelfreund auf ca. 180 km nur eine Handvoll anderer Paddler angetroffen.

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Internetuition

Ab und an werde ich gefragt, ob ich denn nur nach Rumänien fahre. Nun, zumindest "meistens" ... könnte die Antwort lauten. Aber in mir schlummerte sehr lange Zeit noch ein anderes Reisegelüster, welches ebenfalls seit der Kindheit besteht.

Hier in meiner Wohnsiedlung waren wir eine kleine Kinderclique. Im örtlichen Kino kam eines Tages der Film "Die Reise zum Mittelpunkt der Erde". Der Film war eigentlich nur für Erwachsene zugänglich, aber wenn ein Erziehungsberechtigter zugegen war, dann durften auch Kinder in die abendliche Vorführung mit hinein. Und so hatte eine der Mütter Erbarmen mit uns und begleitete die kleine Kinderclique in das örtliche Kino.

Für uns einst medial noch nicht "überfütterte" Kinder war das ein tolles Erlebnis. Da insbesondere meine Wenigkeit schon im frühsten Kindesalter in jeden offenen Keller, jede Ruine, jedes Loch im Thüringer Fels hineinkroch, so löste dieser Film eine wahre Sehnsucht nach Vulkanen in mir aus. Nach der Wende und den damit sich eröffnenden Reisemöglichkeiten kam dann, was kommen musste: das Interesse für Island!



Im Jahr 1992 war es dann endlich soweit. Mit dem Rad machte ich mich daran, über 6 Wochen, das Land kennen zu lernen. Das "www" hatte zu jener Zeit noch nicht viel an Informationen zu bieten und so bereitete ich mich mit allen erhältlichen Reiseführern und dem Büchlein von Arne Körtzinger vor. Zu jener Zeit waren zahlreiche Abschnitte der Ringstraße noch nicht asphaltiert, was heutige Radreisende nur noch auf den Hochlandrouten flankiert. Insgesamt unternahm ich drei große Radreisen, um das Land erst einmal in groben Zügen kennen zu lernen. Es folgten vier weitere Wandertouren in verschiedenen Regionen von Island, bei denen gute Internetrecherchen im Vorfeld möglich waren.

Viele Hobbys, die ich über mein bisheriges Leben gepflegt hatte und habe, unterlagen dennoch "saisonalen" Abschnitten, aber meine Leidenschaft zu Ausflügen in die freie Natur zog und zieht sich wie eine unerschütterliche Konstante durch das ganze Leben.

Neue Touren werden stets mit einem langen Vorlauf an Internetrecherchen begleitet. Und somit lebt man auch eine gewisse Vorfreude auf das, was da noch kommen wird. Diese Art der "Internetuition" bringt mitunter beachtliche Überraschungen mit sich. So hatte ich vor nicht langer Zeit eine Wanderung in Westisland geplant.





Eines Tages wich ich bei meinen intensiven Recherchen über Google Earth ein Stück weit ab und entdeckte ein geheimnisvolles Areal, was mich dazu bewegte, die gesamte Planung vollständig umzustellen. Am Ende war es eine unglaublich schöne und bewegte Tour: ... ohne Rückkehrmöglichkeit (mit Boot zum Saisonende abgesetzt); ohne Handykontakt (die Mitführung von PLB lehnte ich bei der dortigen Nationalparkbehörde erfolgreich ab ... bitte kein "Babyphone-Trekking"!!!); keine Versorgungsmöglichkeit; im letzten Drittel der Strecke ohne Wege und Pfade; und die letzten 120 km dann ohne jegliche menschlichen Kontakte ... Nach der Tour war mein Lebensakku wieder wunderbar aufgetankt! Bei guter Vorabrecherche im "www" und vielfältigen Kartenmaterials kann man sich also die schönsten Touren - wo auch immer auf dieser Erde - kreieren. 



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