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Die Karpatenwanderei und die liebe Ausrüstung!

"Karpatenlasten"

Jeder trägt nach seinen Bedürfnissen!

:-)

Vorwort

Die rumänichen Karpaten sind bestimmt, von einer weiten Wald.- und Bergwelt, kaum besiedelt und nur in wenigen Fällen mit einer touristischen Infrastruktur versehen. Insbesondere die alpinen.- und Wintersportzentren in den Südkarpaten: die Bucegi, das Fágáras, das Retezat und einige andere Gebiete verfügen über Unterkünfte und Versorgungsmöglichkeiten.

Das Wandern mit Rucksack und Zelt ist hier noch die Norm. Das Mitführen von Lebensmitteln über mehrere Tage ist in jedem Falle geboten. Die Mühen der Karpatenwanderei mit schweren Gepäck, werden belohnt mit einem Höchstmass an Abgeschiedenheit, mit dem Erlebnis einer noch intakten Bergwelt (Flora und Fauna), mit dem sommerlichen Zustatz erlebbarer uralter Hirtenkulturen, sowie der Möglichkeit, alte bäuerliche Kulturen kennen zu lernen. Hier wird der Karpatenwanderer insbesondere die rumänische Gastfreundschaft kennen lernen, so es von ihm in den Ebenen des Landes vielleicht noch "übersehen" worden ist. Deshalb gehört es sich auch immer, zusätzlich zum Gepäck des persönlichen Bedarfs, noch einige kleine Gastgeschenke "am Mann" zu haben.

Die persönliche Ausrüstung sollte von Mensch zu Mensch auch immer seinen minimalen "Genügsamkeiten" entsprechen, denn Freiheit ist immer nur so gut, so lange es einem auch gut geht! Im Sinne von Bescheidenheit und Genügsamkeit zählt hier in jedem Falle die Erfüllung der Grundbedürfnisse, wie Hunger und Durst zu stillen, sich Nässe und Kälte in der Ruhephase des Tages entziehen zu können, gesund zu sein und sich im seelischen Gleichgewicht zu befinden!

Wenn also die Ausrüstung stimmt, dann ist man frei wie ein Vogel. Hat man sich verliebt in einen ganz bestimmten Ort, dann bleibt man und will man sich neu verlieben, dann geht man. Etwas persönlicher gefälligst? Also ich habe es schon so oft erlebt, da steht man an einem einsamen Bergsee, oder eine kleine Mulde am Berghang, in der Nähe ein kleiner Bach, dazu ein malerischer Ausblick in die Tiefebene, oder hinüber auf andere Gebirge ..... , da kann man einfach nicht anders und denkt: "Mensch Junge, hier musst du wenigstens eine Nacht verbringen!" Und dann saugt man all das auf, was die verbleibene Zeit des Tages so an Veränderungen mit sich bringt, angefangen von den Lichtverhältnissen, den Schattierungen der Landschaft, den abendlichen Kontrasten, dem Sonnenuntergang, dem nächtlichen Sternenhimmel oder aber auch dem anhaltenden Berggewitter. Und dann die Morgenstimmung, die ersten Vögel schwirren um das Zelt, der Sonnenaufgang, die Nebelfetzen im Tal, die morgendliche Wärme der ersten Sonnenstrahlen, ..., all dem ist man so nah und auf all das ist man so konzentriert, dass es noch Jahre danach als Geschenk der Erinnerung in einem verweilt! Eine perfekte Flucht sozusagen vor den Abhängigkeiten des Alltags, dem vielen Stress und all den Zwängen: "Hier bin ich Mensch, hier kann ich´s sein!"

Frei

wie ein

Vogel!

Das Wandern mit Rucksack und Zelt lockt den Wanderer zur Einsiedelei. Zeit zur Selbstbesinnung!

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Das Schuhwerk und der "Homo Standardicus" des zivilisierten Westens

Der hiesige Mensch der Moderne bewegt sich beinahe sein Leben lang fort, auf planen und ebenen Flächen aus Beton, Asphalt und Strassenpflaster. Selbst in der Wohnung sind dank Estrich und anderer moderner Baumaterialien, jegliche Unebenheiten dem Homo Standardicus beinahe unbekannt. Sein täglicher Gang braucht sich kaum noch auf Veränderungen einzustellen und das moderne Schuhwerk mit anatomischen Fussbett und gedämpften Sohlen, lässt weitere Sensibelitäten überflüssig erscheinen.

Alles wäre an sich kein Problem, gäbe es nicht noch Flecken auf dieser Erde, die der Norm des "Home Standardicus" nicht entsprächen. Unebenheiten der verschiedensten Art definieren sich hier zu einem Risiko. Grasbüschel, lockerer Erdboden und besonders das weglose Gelände im Bergland stellt ein grosses Gefahrenpotential dar. Hier reagiert die Schuhindustrie mit hohen Wanderschuhen, untergliedert in bestimmte Kategorien wie Wüstengelände, leichtes Bergland, alpines Gelände, ... .

So lachhaft all dies auf den ersten Blick erscheint, so deutlich wird uns der Grad eigener "Behinderung" erst, wenn wir in den Karpaten einem kleinen Dorfjungen, einer uralten Bäuerin, oder einem Hirten folgen, die allesamt nur leichtes und zumeist kaputtes Schuhwerk anhaben. Sie laufen kraftvoll und trittsicher über schwierigstes Gelände bergauf, während der gut ausstaffierte Tourist stolpernd, rutschend, wankend und zudem noch etwas atemlos sich in der Verfolgung versucht :-) !

Darum bedarf es keiner Diskussion, dass das Schuhwerk ein wichtiges Ausrüstungsparameter darstellt. Mit kaputten Schuhen endet generell jede Wanderung unweigerlich. Zum Agenten einer bestimmten Schuhmarke werde ich mich hier nicht machen. In diesem Punkt muss jeder sein eigenes Lehrgeld zahlen, wie auch ich - alle Jahre wieder!!! Den idealen Schuh habe ich bis heute nicht gefunden.

Tipp: Wer kurzfristig neu gekaufte Schuhe einwandern muss und Probleme mit Reibungsflächen hat, der soll die Schuhe etwas nass werden lassen und damit Wandern. Das Leder verfügt in feuchtem Zustand über eine grössere Dehnungsfähigkeit und passt sich wenn überhaupt, so schneller dem Fuss an. Nichts anderes hat es mit dem "Reinpinkeln" auf sich. Nur das die Wenigsten wissen, dass sie nach dem "Reinpinkeln" damit auch gleich ein wenig laufen müssen :-) !

Test

eines

Billig-

Wanderschuh´s

Fazit:

Original aus den Karpaten, stammt dieses Testobjekt! Es zeichnet sich aus, durch ein ökologisch hochwertiges Material, welches sich problemlos in kurzer Zeit dem Waldboden anpasst!

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Das "Schneckenhaus"

Jeder Zeit ein Lager aufschlagen zu können, wo immer es einem gefällt, wann immer das Wetter einen dazu zwingt oder wann immer man eine Ruhezeit braucht, dass wird mit einem Zelt erst möglich.

In der Auswahl des Zeltes gibt es für mich derzeit keinen Kompromiss. Seit 1992 bin ich auf Touren mit meinem HOUGAN von "Vau De". Preis-Leistung stehen in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander. Dank der elastischen Aussenabspannung (Innenzelt ist im Aussenzelt eingehangen) ist dieses Zelt abrupten Fallwinden und Stürmen gewachsen und es garantiert einen schnellen Aufbau!

PU-beschichtetes Aussenzelt (5000 mm Wassersäule) und verstärkter Boden (10000 mm Wassersäule). Mit diesem Zelt kann man auch getrost einmal auf sumpfigen Böden das Lager bereiten. 1998 hatte ich in Island nach einigen Stürmen vorhergehender Touren Gelegenheit, dass Zelt in einem über 30-stündigen Sturm mit ununterbrochenen Regenschauern, nochmals auf extreme Ansprüche hin zu testen. Das Ergebnis: beste Haltungsnoten, kein Wassereinbruch. Für Einzelwanderer kann ich dieses Zelt uneingeschränkt weiterempfehlen!

Weitere Daten: ... 2700 g / Packmass: 53 x 15 cm / Grundfläche: 230 x 134 , Höhe 115 cm / Liegefläche: 210 x 130 , Höhe 110 cm / 1 Apside (universell zu öffnen) / Preis: ca. 235,- Euro

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Der "Rückensack"

Ein Utensil, an dem ich neben Zelt, Schuhen und Schlafsack nicht geizen würde. Für die Karpatenwanderei sollte man immer ein maximales Packmass bevorzugen, bedingt auch wegen der Gastgeschenke auf der Hintour und mancher Geschenke für die Rücktour :-) !

Wichtig: Besonders wichtig ist bei Rucksäcken ein gut stabilisierter Hüftgurt. Ein grossteil der Tragelast wird nämlich über den Hüftgurt aufgenommen. Das entlastet ganz entscheidend vor allem den Rücken.- und Schulterbereich! Leider haben zumeist die teuersten Rucksäcke auch die besten Tragesysteme. Ich selbst habe seit vielen Jahren einen "Osprey". Von Materialermüdung ist bis heute keine Spur zu sehen. Mal schaun, was die Zukunft bringt, mein Traum ist nach wie vor ein "GREGORY".

Das richtige Packen ist nicht immer so leicht, wie der eine oder andere meint. Spitze oder kantige Gegenstände können schnell am Rücken drücken, schwere nach aussen oder hinten verlagerte Dinge beeinflussen die Balance ungünstig. Nicht zu unterschätzen sind ein grosses Deckelfach und zusätzliche Aussentaschen, für schnell zugängliche Dinge, wie z.B. die Fotoausrüstung oder das Kartenmaterial, das Pausenbrot, ... . Wer aber eine dreiwöchentliche Tour hinter sich gebracht hat, der weiss am Ende sehr genau, was wo hinkommt :-) !

Wo war doch

gleich der

Pausensnack?

Das richtige Packen beschäftigt einen im Prinzip vor jeder Reise. Darüber hinaus gibt es aber auch Menschen, die sich auch während des Wanderns damit intensiv auseinandersetzen!

:-)

Drum prüfe, wer sich an den Rucksack bindet, ob das Pausenbrot sich schnelle findet!

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Der "Körpersack" & Isomatte

Beim Schlafsack gilt es zu beachten, dass dieser über einen grossen Temperaturbereich verfügt. Sonst nämlich kann der "Sicherheitskauf" für die theoretischen Werte sehr kalter Stunden, in allnächtliche Saunatouren ausarten. Oft steht der Käufer in der Grundauswahl zwischen Kunstfaser und Daune. Bei Daune ist der kritische Wert zwischen 1° - 5° C, da in diesem Bereich die Luftfeuchtigkeit am höchsten ist. Wer da längere Zeit mit einer Daune unterwegs ist und wenig Möglichkeiten hat, diese an der Sonne mal richtig auszutrocknen, der muss damit rechnen, dass die Daune da etwas zusammenpappt. Hier hat die Fertigungsindustrie aber eine verbessernde Lösung gefunden, nämlich die künstliche Fettung. Ich besass mal so einen Schlafsack über mehrere Jahre und der hat auch über 6 Wochen in Island wenig "Schwäche" gezeigt.

Beim Daunenschlafsack sollte man wegen der Stützfestigkeit gerade im kritischen Bereich auf ein gutes Mischungsverhältnis von Feder und Daune achten. Mein damaliger Schlafsack hatte ein Verhältnis von 30:70. In Gegenden, wo fast ausschliesslich nur strenge Minustemperaturen herrschen, darf das Verhältnis an Daunen schon noch etwas mehr betragen. Ein weiterer praktischer Vorteil der Daune, ist das wesentlich bessere Packmass, sowie das Gewicht.

Ich bin derzeit aber wieder mit einem Kunstfaser-Schlafsack auf Tour, in diesem Falle, ich kann´s ja verraten, mit einem "HUSKY LITE 1800" (+ 15° C bis - 15° C / 2 kg / Füllung: Hohlfaser / Packmass: 23 x 43 cm). Will nochmals anmerken: Für Wanderer, die nicht zu Zeiten Wandern, in denen mit einem Wintereinbruch zu rechnen ist, die sollten hier mehr Wert auf den oberen Temperaturwert legen. Da spart man einiges an Geld, Gewicht und Packmass! Natürlich sollte ein Schlafsack so angenehm kalkuliert sein, dass man in ihm mit Minimalbekleidung schlafen kann. So gibt der Körper auch schnellstmöglichst die nötige Wärme an den Schlafsack selbst ab!

Tipp: Wer seinen Schlafsack bei Lauche & Maas kauft, der kann sich auf die angegebenen Temperaturbereiche zu 100 % verlassen! Lauche & Maas testet auf alljährlichen Wintertreffen lieber selbst, was die "Säcke" so hergeben :-) ! Hier sagt sozusagen der Kunde, was für andere Kunden gut ist!

Kurz etwas zur Isomatte. Hier empfehle ich die "RIDGE REST Standard" (ca. 22 Euro). Durch die Profilstruktur der Matte entstehen unter dem Schlafsack kleine Luftkammern. Auch Dank dieses Effektes, eignet sich die Matte für Temperaturen bis zu - 15° C. Zudem ist diese Isomatte mit knapp über 300 g, ausgesprochen leicht!

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Die Bekleidung

Hier bietet die Moderne neben den mitunter "faschingshaften" Schrecken der Mode, durchaus auch praktische Elemente! Dabei denke ich insbesondere an die Fleecebekleidung und im Bereich der Wetterschutzkleidung an "Gore Tex" und ähnlicher Materialien. Beim Fleece-Gewebe bevorzuge ich das 300er Gewebe. Es ist recht dick und dennoch sehr leicht. Das Material nimmt kaum Feuchtigkeit auf und wärmt sehr gut. Selbst auf Touren im zeitigen Frühjahr oder späten Herbst, benötigte ich als Unterbekleidung nur ein leichtes Shirt. Bei der Frage, ob denn nun 100er, 200er oder 300er Gewebe das Richtige wäre, da kann ich nur den mitunter notwendigen Kompromiss im Preis als Entscheidungsträger verstehen. Ansonsten sollte man beim Kauf auf "Wärmeressourcen" hier nicht verzichten. Spätestens zum Abend am Zelt wird sich der Bergwanderer über derlei Ressourcen freuen! Die Flauschigkeit des Gewebes vermittelt zudem ein grosses Wohlbehagen. Beim Kauf einer Fleece-Jacke ist darauf zu achten, dass sie einen durchgehenden Reissverschluss hat. Denn beim Wandern kann es schnell zu einem Wärmestau kommen. Eine optimales Mass der Regulierung sollte hier vor modischen Fragen stehen!

Auf dicke Baumwollsachen würde ich selbst in jedem Falle verzichten. Nicht nur dem Gewicht wegen, aber wenn die erst einmal nass sind, dann trocknen sie sehr schlecht wieder aus. Gerade bei den Wanderhosen (Verzeihung, viele wissen nicht was das ist - gemeint sind Trekking-Hosen) sind Baumwollanteile nicht das Wünschenswerte. Auch diese stabilen Wanderhosen aus Polyester-Baumwollgemisch, sind nicht besonders praktisch. In Island hatte ich einmal mit einem Reisefreund einen Gletscherfluss gefurtet. Wir waren bis zu den Hüften in der milchigen Strömung. Nach der Furt waren wir am vorgesehenen Lager und errichteten die Zelte. Ich habe meine dünne Hose angelassen und bereits nach der ersten Tasse Kaffee war diese am Körper wieder getrocknet. Mein Reisefreund mit der dicken Polyester-Baumwollhose lief noch zwei Tage mit einer feuchten umher. Ich empfehle ohne Umschweife nur leichte Wanderhosen aus Polyamid, wie sie z.B. "Jack Wolskin" anbietet: "Tropical Trail Pant Hose" oder auch die "Crinkle Crag Hose" für reissfestere Unternehmungen. Hier gibt es natürlich auch gute Alternativen in Billigmärkten! Eine Wanderhose muss eh nicht unendlich haltbar sein. Nebenbei beherrschte die Menscheit einst auch den Umgang mit Nadel und Faden :-) ! Auf "futuristisches" Design kann man in den Karpaten in jedem Falle verzichten, denn hier honorieren die Menschen noch ein schlichtes Auftreten, hingegen man mit Exoten so seinen Spass hat - wie ich auch, um ganz ehrlich zu sein :-) ! Wer aber dennoch eine Wärmeressource beim Wandern am Bein wissen will, für den empfielt sich die traditionelle langbeinige Unterhose. Natürlich gibt es diesbezüglich auch ausgezeichnete Sportunterwäsche. Aber beim Wandern selbst wird eh viel Körperwärme frei gesetzt und da braucht es dieser Reserven nur sehr selten. Man sollte sich beim Wandern ohnehin nie zu warm kleiden, da dass die Gefässe weit stellt und somit das Blut der benötigten Zirkulation entzogen wird. So hervorgerufene Ermattungserscheinungen habe ich schon bei vielen Wanderern diagnostizieren dürfen :-) !

Als Allzweck-Wetterjacke leiste ich mir gern etwas gutes. Die letzte Jacke hat auf meinen vielen Touren über 10 Jahre ihren Dienst geleistet!

Zu den Wandersocken kann ich hier wenig ratgebend fungieren. Ich habe schon wer weiss wie viele Sorten ausprobiert. Einige, die mir sehr gut getan haben, waren für andere ein Graus. In diesem Falle gilt die einsame Regel: Probieren geht über Studieren!

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Der Kocher

In der Regel kocht man in den Karpaten am Feuer. Für die Schlechtwettertage habe ich einen Gaskartuschenkocher dabei. Der Brenner nennt sich (heute in überarbeiteter Bauform) TWISTER 270 PIEZO. Damals hatte der Brenner aber noch keine Piezo-Zündung. Jedenfalls verrichtet mein 11 Jahre alter Brenner noch immer und ohne jegliche Wartung seinen Dienst. Kartuschen gibt es dazu in zwei Grössen: CV 270 und CV 470. Wenn ich konstant mit dem Kocher zum Frühstück das Kaffewasser, zum frühen Nachmittag das Kaffeewasser, zum Abend die Suppe (ca. 1 Liter) und zu später Stunde den Tee bereitet habe, dann reicht so eine 470er Kartusche gute 5 Tage. Anbei bemerkt, kann man mit einem Gaskocher bei schlechtem Wetter auch sehr gut im Zelt arbeiten.

Für meine Islandtouren verwendete ich den Klassiker "MSR X-GK". Dieser ist ein exzellenter Allesbrenner, angefangen von Benzin über Reinigungsbenzin, Diesel, Petroleum. Eine 1-Liter und eine 0,33-Liter-Tankflasche genügte allen Ansprüchen. Da kam ich auch schon gut mal 2 Wochen komfortabel über Land. Bis auf das Durchstechen der Düsenöffnung waren weitere Wartungsarbeiten oder gar Ersatzteile noch nie nötig.

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Essen & Trinken

Hier richtet sich natürlich aller Rat auch ein wenig nach Geschmack und Essgewohnheiten. Kurz etwas zu den Essgewohnheiten. Ich frühstücke ausgiebig. Für die Zeit des Wanderns mache ich nur Trinkpausen. Wasser kann man an jeder beliebigen Bergquelle trinken! Warmes Essen bereite ich mir immer erst abends. Nach dem Ende der Tagesetappe und dem Zeltaufbau, ist Kaffee und eine Tafel Schokolade das unbedingte MUSS. Dabei hat sich "Rittersport" als gute Wahl bei mir etabliert. Zum einen wegen dem Packmass und zum anderen der dichten Verpackung wegen. An warmen Tagen hatte ich früher schon das eine oder andere schokoladenverschmierte Gepäckteil aufzuweisen. Rittersport-Schokolade ist wirklich dicht und es gibt sie in guten Geschmacksvarianten. Ist so eine Tafel mal kräftig durchgeschmolzen im Rucksack, dann legt man sie einfach für einige Minuten ungeöffnet in den nahen Bach!

Meinem Geschmack zugunsten, habe ich ein einfaches Grundprinzip, denn meine Hauptnahrungsmittel in den Karpaten bestehen in der Hauptsache aus Brot, Speck, Zwiebeln, Knoblauch und Salz. Für die warme Mahlzeit am Abend habe ich Tütensuppen im Gepäck, die ich grundsätzlich mit Zwiebeln und Knoblauch kräftig anreichere! Wahrscheinlich ein Grund, warum mich bisher noch kein Bär des Nachtens besucht hat :-) , denn der Knoblauch "überschattet" so ziemlich jeden anderen Geruch lieblicher Speisen - selbst den der alten Socken!

Für Schlechtwettertage plane ich immer eine zusätzliche Gaumenfreude ein. Neben dem Speck nehme ich auch gern mal eine rumänische Leberpastete mit. Zur Anreicherung meiner Trinkpausen gebrauche ich gerne Brausetabletten (Vitamin C und Multivitamin).

Wer im Sommer in den Bergen unterwegs ist, der kann sich statt des Brotes auch bei den Hirten problemlos mit Käse und Mámáliga versorgen. Mámáliga wird aus Maismehl, Wasser und Salz bereitet und ist weit nahrhafter als das rumänische Weissbrot - aber auch schwerer eben :-) ! Oft wird man, so sich das eigene Lager nahe einer Stâna (Hirtenhütte) befindet auch bei den Hirten zum Essen eingeladen. Für diesen Fall soll man nicht ohne eine Aufmerksamkeit dastehen. Filterzigaretten z.B. sind sehr gern gesehen und wer dazu noch ein Feuerzeug verschenkt, hat immer gut daran getan!

Wie kommt der

Grossstadtmensch

wohl an den

Speck?

Das die Milch von lila Kühen stammt, weiss der Grossstadtmensch bereits, aber wie kommt man zu einem Speckchen? Ganz einfach:

Man suche einen Bergbauern auf und erbitte um eben dieses Produkt. Der Bauer dann heimlich, greift zum Gewehr und schleicht sich rückwärts, völlig unbemerkt dem Speckgetier entgegen. Dann schiesst er ein Speckchen rückwärts von der Stange! Es plumpst zu Boden und ist augenblicklich tot und essbar! Nun braucht es nur noch "bezahlt" zu werden.

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Checkliste

Diese Liste ist keine Vorgabe, sie soll den Reisenden eher dazu dienen, nichts Wesenliches zu vergessen.

Bekleidung ---------- "Kosmetika" --------- Zubehör ------------ Lebensmittel ------------
Wetterjacke Handtuch Zelt Brot
Wanderhose Toilettenpapier Isomatte Tütensuppen
Fleece-Jacke Seife Schlafsack Salz
Fleece-Hose Zahnputzzeug Rucksack Kaffee
Shirt´s evtl. Salbe Kocher Tee
Unterwäsche Sonnenschutzcreme Besteck evtl. Wurstkonserven
Wandersocken Waschlappen Messer Brotaufstrich nach Bedarf
Wanderschuhe   Feuerzeuge Schokolade
evtl. Mütze   Kochgeschirr evtl. Brausetabletten
evtl. Handschuhe   Taschenlampe  
    Fotoausrüstung  
    Kompass  
    Karten  
    Erste Hilfe-Set  
    Gastgeschenke!!!  
    Schreibzeug  
    Tasse  

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Weitere Tipps:

Höhlenbeleuchtung - Dem Karpatenwanderer bieten sich viele Möglichkeiten, hier und da auch einmal eine Höhle zu begehen. Die richtige Beleuchtung ist hier das A und O! Wer in dieser Hinsicht keine Erfahrung hat, verfalle nicht dem Glauben, mit einer Stirnlampe einer Höhlenexpedition gewachsen zu sein. Stirnlampen haben einen viel zu engen Leuchtkegel, sind zudem zu schwach und verfügen nicht über ein ausreichendes Zeitlimit. Das gilt auch für die meisten Stabtaschenlampen. Selbst eine starke "Markenstablaterne" bringt allein wegen dem ungenügenden Lichtkegel unbefriedigende Ergebnisse. In grösseren Galerien, in denen mitunter auch hohe Luftfeuchtigkeit vorherrscht, verschwinden diese Lichtkegel im Nichts! Die einzige und akzeptabele Alternative sind die billigen Baulampen, mit Kryptonbirne und diesen dicken 6-Volt-Packs. So ein 6-Volt-Block erfüllt schon einmal zwischen 6 - 10 Stunden seine Aufgabe. Aber Vorsicht! Es kann mitunter passieren, dass man überlagerte Batterien kauft. Eine Messkontrolle ist vor der Reise also empfohlen. Für eine Höhlenbegehung habe ich immer eine Ersatzbatterie, eine Ersatzbirne und zudem eine kleine Ersatzleuchtquelle im Gepäck! Die Lampe kostet um die 10 Euro und ist oft auf Baumärkten erhältlich. Die Batterien kosten etwa 3-4 Euro das Stück. Zudem sind die Lampen sehr stossfest und das Gehäuse entsprechend wasserdicht. Eine Stirnlampe wäre hier eine gute Ergänzung als Ersatzlampe - mehr aber auch nicht!

Geschirrspülmittel - Oft erlebe ich, dass Reisende Geschirrspülmittel zur Reinigung für´s Kochgeschirr mit sich tragen. Auf dieses kann getrost verzichtet werden. Tipp: am Bachrand einfach ein Grasbüschel mit Wurzel und feiner Erde ausreissen und den Topf dann leicht mit Wasser gefüllt, damit ausscheuern. Hier ist kein Geschirrspülmittel schneller und effizienter. Zudem braucht man auch kein warmes Wasser für die Reinigung!

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