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Holzkirchen im Somesch-Hochland

von Nicolae Sabau

(Auszug aus dem Buch: "Monumente Istorice si de Arta Religoasa" 1982)


Die Architektur der Holzkirchen aus dem Gebiet am Mittellauf des Kleinen Somesch bildet einen integrierenden Bestandteil der alten und reichen rumänischen Baukunst, die unter dem Einfluss der geographischen und ethnischen Gegebenheiten, unter denen sich unser Volk entwickelt hat, zustandegekommen ist. Seit dem Jahr 1279 war es den Orthodoxen (mit seltenen Ausnahmen) verboten, steinerne Bauten zu errichten. Beim Bau der Holzkirchen fand man nun originelle technische Lösungen, auch in einer Zeit, als dieser in verschiedenen historischen und stilistischen Epochen mit der Steinarchitektur koexistiert.

Seit dem Ende des 14. Jahrhunderts waren die Pfarrer, Kirchen und Gläubigen aus dem Gebiet von Ciceu und Unguras der Gerichtsbarkeit des St. Michaelsklosters aus Peri (Maramuresch) unterstellt. In den folgenden Jahrhunderten übte das bischöfliche Vad seine Oberhoheit über eine bedeutende Zahl rumänischer Kirchen aus dem Someschgebiet aus.

Im 18. Jahrhundert bezeichnet aud sozial-ökonomischer Ebene eine sichtbare Stärkung der rumänischen Dorfgemeinschaften und bietet für den Bau zahlreicher Holzkirchen günstigere Möglichkeiten.

Der Grundriss der Somescher Holzkirchen entspricht den Forderungen orthodoxer Kultausübung und besteht aus Vor- und Hauptschiff sowie einer meist abgeteilten polygonalen (vier- oder fünfseitigen) Apsis. Seltener sind Bauten mit einem polygonalen Vorschiff. Gewöhnlich sind diese Bauten and er Südseite mit einem Vorraum ausgestattet. Die Seitenwände wurden in einem Blockverband errichtet. Stilisierte, geometrische, phytomorphe oder florale Ornamente verzieren Türen, Giebel, Konsolen und Ikonostas. Der Kirchturm ist prismenförmig und hat einen Rundgang sowie ein spitzes Dach. Im Innern ist das Vorschiff durch einen wagerechten Plafond, das Hauptschiff durch ein halbkreisförmiges Gewölbe, der Altar hingegen durch verschiedenartige Gewölbe gedeckt.

Gewöhnlich ist eine Ausmalung dieser Kirchen volkstümlich, oft naiv, aber immer sehr aufrichtig. Die Darstellungen zeichnen sich durch eine Mischung von Individualisierung und Stilisierung aus, die - einer alten Überlieferung entsprungen - durch Vereinfachung auf Effekte zielen, die geistiger Natur sind.

Eine besondere Stellung unter den Malereien, die diese Kirchen schmücken, nehmen die Hinterglasikonen des Typus Nicula und Gherla ein. Die linkische aber suggestive Linienführung, die aufs äusserste vereinfachte, fast modern anmutende Komposition, die grellen, jedoch anziehenden Farben, drücken die aufrichtige Kunst des malenden Bauern aus, ,,die wahre Seele des Volkes", wie der grosse rumänische Historiker Nicolae Iorga es sagt.

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Apahida. Holzkirche, den Hl. Erzengeln geweiht, 1806 erbaut.

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Cojocna. Holzkirche, den Hl. Erzengeln geweiht, in den Jahren 1795-1796 erbaut. Das Gotteshaus beherbergt Ikonen, lithurgische Bücher (Gesetzbuch / Pravila von Târgoviste, 1652) und ein Protocollum aus dem Jahre 1794/95.

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Caianu. Holzkirche, den Hl. Erzengeln geweiht, 1750 errichtet.

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Criseni. Holzkirche, 1791 erbaut.

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Aschileu Mare. Hl. Georgs-Holzkirche, im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts erbaut, 1839-42 renoviert. Die Glocke der Kirche stammt aus dem Jahre 1773.

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Aschileu Mic. Holzkirche, den Hl. Erzengeln geweiht, 1801 errichtet. Malereien aus dem Jahre 1843. Eine Holzikone (Deesis) wurde 1747 gemalt.

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Chidea. Die Kirche aus Eichenholz wurde 1764 errichtet.

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Catalina. Holzkirche aus dem 19. Jahrhundert.

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Siliv As. Holzkirche, den Hl. Erzengeln geweiht, 1826 erbaut.

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Tioltiur. Hl. Nikuluas-Kirche, 1800 erbaut.

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Ghirolt. Hl. Erzengel-Holzkirche aus dem Jahre 1822.

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Pruneni. Hl. Erzengel-Holzkirche, aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

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Pintic. Hl. Erzengel-Holzkirche, 1822 erbaut, 1825-27 ausgemalt.

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Nicula. Die 1770 erbaute Holzkirche wurde aus dem Dorf Top hierhergebracht.

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Bont. Kirche aus Eichenholz, 1829-31 erbaut.

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Sântejude. Die Holzkirche wurde im 18. Jahrhundert (1701) errichtet. Die Malereien wurden im sleben Jahrhundert ausgeführt.

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Sava. Die 1774 erbaute Holzkirche wurde 1879 aus dem Orte Aschileu Mic überführt.

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Bagaciu. Holzkirche und Ikonen aus dem 18. Jahrhundert (1700 ?).

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Chesau. Die Holzkirche, zu Beginn des 19. Jhs. erbaut (die Malereien stammen aus dem Jahre 1817) wurde 1923 aus Ghirisul Român gebracht.

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Sâmboleni. Holzkirche, 1753 erbaut.

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Cutca. Kirche aus Eichenholz im Jahre 1720 erbaut.

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Nasal. Kirche aus Eichenholz, zu Beginn des 19. Jahrhunderts erbaut und im Jahre 1808 ausgemalt.

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Lacu. Hl. Paraskewa-Holzkirche, 1771 erbaut, Malerei aus derselben Zeit.

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Cremenea. Hl. Erzengel-Kirche, aus Eichenholz erbaut und 1756 geweiht. Ein Balken, auf den kyrillisch das Jahr 1677 eingeritzt ist, stammt aus einem älteren Bau. Malereien aus dem Jahre 1758.

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Pustuta. Hl. Erzengel-Kirche, 1887 erbaut.

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Calna. Kirche, aus Eichenholz im Jahre 1672 erbaut.

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Ciubancuta. Holzkirche, in den Jahren 1826-29 errichtet. Eine hier befindliche Ikone aus dem Jahre 1667 stammt aus einer älteren Kirche.

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Osoi. Holzkirche vom Beginn des 19. Jahrhunderts, 1821 ausgemalt. Hier befinden sich auch Ikonen aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

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Valea Grosilor. Holzkirche, 1791 erbaut.

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Salisca. Die in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts errichtete Holzkirche wurde von Alexandru Popovici Zugravul ausgemalt.

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Muncel. Die Hl. Nicolaus-Kirche (1700 ?) wurde 1790 vom Meister Radu erneuert und von Popa Alexandru Zugravul ausgemalt.

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Gârbou Dejului. Hl. Erzengel-Kirche, von Meister Mihai aus Eichenbalken errichtet, gegen Ende des 18. Jhs. von Meister Nicoara erneuert. Malereien aus dem Jahre 1794.

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Leurda. Holzkirche, zu Beginn des 19. Jahrhunderts erbaut, 1894 von der Gemeinde Chiuesti käuflich erworben.

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Vechea. Kirche, aus Eichenholz im Jahre 1726 erbaut.


Dieser Artikel stammt aus dem Buch:

MONUMENTE ISTORICE SI DE ARTA RELIGOASA DIN ARHIPISCOPIA VADULUI; FELEACULUI SI CLUJULUI

(Cluj-Napoca / 1982)

Gedankt sei Prof. Dr. Marius Porumb (Direktor am Institutul de Arheologie si Istoria Artei, Cluj) für die Genehmigung dieses Artikel zur Veröffentlichung auf den Karpatenwilli-Seiten!


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