Cheile din bazinul vaii Geoagiu (Schluchten im Becken des Geoagiu)

Oberes Bild: Blick in das Geoagiu-Becken mit seinen zulaufenden Tälern im südöstlichen Abschnitt des Muntii Metaliferi. Dieser Ausblick eröffnet sich auf der Anfahrt zum Kurort Geogiu Bai. Für all jene Touristen, die stets eine Klientel ihresgleichen um sich haben möchten - genannt "Massentourist"-, endet hier im Kurort die Anreise in eine Region, die nahe dran ist, reisende Naturfreunde in den Wahnsinn zu treiben. In der Ferne erhebt sich bereits das Kalkmassiv der Pleasa Ardeului (855 m). Freilich, hoch ist das nicht, aber was ist Höhe? Hier begeistern die Wechsel sanfter Berg- und Weidelandschaft mit den schroff abfallenden Wänden einiger Kalkmassive. Allein sechs Schluchten erwarten den Bergwanderfreund und nicht nur diesen. Radwanderungen und auch die Automobilisten finden ihre lohnenden Ziele in diesem südwestlichsten Gebirge des Apuseni-Berglandes im Westen Rumäniens. ... siehe Karte: Muntii Apuseni

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Cheile Madei

Anfahrt nach Mada ...

erfolgt über Simeria. Dort verlässt man die -E 68- (7) und fährt durch die Stadt in Richtung des Botanischen Gartens. Anbei erwähnt, beherbergt der Botanische Garten von Simeria eine der grössten Bamus-Sortimente weltweit, mit über 40 Arten. Hinter Simeria überquert man den Mures und folgt der malerischen Landstrasse über Rapoltu Mare bis Geoagiu. Dort erfolgt der Abzweig Richtung Bozes. Ca. einen halben Kilometer vor Bozes zweigt links der asphaltierten Landstrasse ein unbefestigter Schotterweg an. Dieser folgt dem Valea Geoagiu und endet in Mada. Im Bild zu sehen: Die kleine Talebene vor dem unteren Zugang zur Cheile Madei. Hier befindet sich das kleine Dorf Mada.

Die Dorfkirche ...

in Mada, die sich auf einer kleinen Anhöhe befindet. Im Hintergrund erheben sich bereits die Felswände der Cheile Madei.

Auf dem Nebenweg ...

zur Cheile Madei kommt man an schönen alten Bauernhäusern vorbei. Die Imkerei wird hier im Muntii Metaliferi noch vielerorts betrieben.

Unterer "Zugang" ...

zur Cheile Madei. Die linksseits abfallenden Felswände lassen keine Passage zu, hingegen man die östlichen Abschnitte der Schlucht über kleine Hirtenpfade gut bewandern kann. Das Gelände ist übersichtlich und die Orientierung problemlos. Der zur Schlucht führende Nebenweg endet an einem Bauernhof vor der Schlucht. Dieser lässt sich rechtsseits umlaufen.

Tiefblick in die Cheile Madei ...

von Osten her. In der Bildmitte erkennt man innerhalb der Schlucht eine riesige Felsbarriere. Linksseits ragt der Vf. Dosul (684 m) als höchste Erhebung nahe der Schlucht empor. Östlich steigt das Gelände zunächst ebenfalls relativ steil an, weiter oben dann aber eher allmählich bis zum knapp ein Kilometer entfernten Gipfel Pleasa Mare (712 m). Wer schon anfang April hier umherwandert, bekommt bereits eine Vorahnung von der reichhaltigen Pflanzenwelt. In den Monaten Mai bis Juni herrscht hier eine wahre Blütenpracht vor.

Neben der Bezeichnung "Cheile Madei" findet die Schlucht auch als "Cheile Balsei", sowie "Cheile Geoagiului" Erwähnung.

Blick zum oberen Zugang ...

der Cheile Madei. Die Schlucht hat eine Gesamtlänge von 2,5 km. Die Distanz vom Grund der Schlucht bis zur höchsten Erhebung beträgt ca. 300 Höhenmeter.

Der bereits erwähnte Zauber ...

dieser Region: Sanfte Landschaft im Kontrast mit steil aufragenden Felswänden und tiefen Schluchten. Licht und Schatten gestalten des Landschaftsbild über den Tag stetig neu.

Pestera Zidita

befindet sich in den rechten Ausläufern der östlichen Steilwand der Cheile Madei. Es braucht schon einen geübten Blick, um aus der Ferne das vermauerte Höhlenportal auszumachen. Der Höhleneingang befindet sich in einer Höhe von 410 Meter. Der Günter Joos steht zum Grössenvergleich vor dem alten Mauerwerk. Links des Portales befindet sich eine markierte Kletterroute.

Im Höhlenportal ...

hinter der uralten Festungsmauer. Aus welcher Zeit diese Konstruktion stammt, ist nicht bekannt. Das Mauerwerk hatte in jedem Falle die Funktion, das Höhlenportal vor den Blicken Fremder zu bewahren und erstreckt sich über die gesamte Breite und Höhe des Portals von ca. 10x3 Meter. Dem grossen Portal schliessen sich zwei kleine Höhlenzugänge an, die unmittelbar in eine grosse Galerie führen.

...

Günter Joos ...

tritt erneut zum Grössenvergleich an! Es sei an dieser Stelle vorab verraten, dass diese Höhle des Günters erste "wilde" Eroberung der rumänischen Unterwelt war. Aber dazu wird er sich sicher in Kürze selbst äussern!

Nach den engen Zugängen weitet sich die Höhle zunehmend. Die zwei Zugänge laufen dabei V-förmig zusammen und man folgt der sich weitenden Galerie bis zum Endsaal, dessen Ausmasse schon beträchlich sind. Die Gesamtausdehnung der Höhle beträgt 545 Meter. Die Höhle verläuft über ein sich veränderndes Höhenniveau von 18 Meter. Möglicherweise eignete sich die "Pestera Zidita" gut als Unterschlupf für Mensch und Tier, um Schutz vor fremden herannahenden Eroberern zu finden. Heute sind hier nur noch Fledermäuse dauerhaft beheimatet.

Erste Verengung ...

der Cheile Madei vom oberen Zugang her.

Durch die Cheile Madei ...

führt seit jüngster Zeit eine neu angebrachte Wandermarkierung "blaues Dreieck". Die Strecke durch die gesamte Schlucht ist bei Niedrigwasser in ca. 45 min. zu durchlaufen.

Die von oben her ...

einsehbare Felsbarriere der Schlucht, zeigt sich auf dem Grund viel weitläufiger.


Cheile Ardeului

Blick von "Cetatuia" ...

gen Nord auf das Dorf Ardeu. Die Felsformationen über Ardeu (re. oben im Bild) sind Teil des unteren Abschnittes der Cheile Glodului.

Cetatuia Dacia de la Ardeu

(Monument Istoric)

Blick von "Cetatuia" gen Süd. Der Blick reicht über den Steinbruch hinweg auf die Strasse, welche nach Bozes hinunterführt. In Bozes zweigt eine Nebenstrasse nach Bacaia ab.

Momentan (2007) ruht der Betrieb im Steinbruch, welcher unmittelbar an die Cheile Ardeului angrenzt (re. im Bild). Naturmonumente dieser Art durch einen banalen Steinbruch zu zerstören macht ansich wenig Sinn, denn Kalkgestein findet sich hier überall. Der künftige Nutzen für den Tourismus würde für alle Zeit andauern, hingegen Steinbrüche in ihrer "Wirtschaftlichkeit" immer irgendwann ihr Ende finden. Es bleibt die Hoffnung, dass örtliche Behörden den Steinbruch schliessen mögen! Neben der drohenden Zerstörung eines Naturmonuments drohnt hier auch die Zerstörung eines historischen Platzes, denn dieser Hügel (auch bezeichnet als Dealul Cetatuia) und sein nahes Umland, war schon zu prähistorischer Zeit besiedelt. Während der dakischen Zeit befand sich auf dem Hügel eine kleine Festungsanlage, die die Verbindung zwischen dem Zentrum der Daker in den Muntii Sureanu und den Goldbminen in den Muntii Metaliferi kontrollierte und sicherte.

Schnappschuss ...

im unteren Zugang zur Cheile Ardeului. Die dortige "Pestera Coapta Sârbilor" (Länge: 51 m) ist leicht zugänglich. Die Schlucht hat eine Länge von knapp 500 m und eine Tiefe von bis zu 200 m. Sie befindet sich nahe der Strasse Bozes - Ardeu.

Das Profil der Cheile Ardeului ...

ist sehr wechselhaft und reicht von senkrechten Felswänden, bis zu sanft ansteigenden Hängen.

Canon-artiges Profil ...

auch im mittleren Abschnitt der Schlucht.

Auffällig ...

sind die verschiedenen Libellenarten, die man hier in der Cheile Ardeului vorfindet.


Cheile de la Balsa

Die Cheile de la Balsa ...

ist bis in die jüngste Zeit unbekannt, da sie in keinerlei Schriften Erwähnung findet. Im Bild zu sehen: Blick von einem solitären Felsvorsprung auf die Cheile de la Balsa.

Der Talgrund ...

der Cheile de la Balsa gestaltet sich sehr abwechselungsreich, wird aber von lieblichen Formen beherrscht. Gelegentlich ist die ca. 1,5 km lange Schlucht durch steile Felswände geprägt. Folgt man dem kleinen Bach talwärts, so gelangt man auch zum oberen Schluchtenzugang der Cheile Madei.


Balsa (Comuna Balsa)

Text und Recherche von: Simion Metesan (Bürgermeister der Gemeinde Balsa) ... Unkommentierte Übersetzung (Rumänisch ins Deutsche) des touristischen Faltblattes der Comuna Balsa, von: Klaus Danielis

Balscha feiert 600 Jahre seit ihrer ersten dokumentarischen Erwähnung. Der Ort ist mit Sicherheit viel älter, wird aber erstmals 1407 in offiziellen Dokumenten erwähnt. Davon zeugen zahlreiche archäologische Funde, sie gehen zurück bis in die Übergangszeit vom Neolithikum (Neusteinzeit), zur Bronzezeit und führen weiter über die Eisenzeit zur Zeit der Daker und jener der Römer. In Höhlen, wie jener von Dosul Dobarlesei und Piatra Sincuiusului, oder auf den Anhöhen rund um den Ort Balsa, die da heißen: Piatra Vacarului, Dealul Ceratului, Piatra Bratii, Izvorul Beriu, Chiciora und Varful Muncelui, wurden Keramikscherben gefunden. Im Jahr 1952 entdeckte man ein Bronzelager, das im Museum von Orastie (Broos) aufbewahrt wird.

Das milde Klima der Valea Geoagiului, die Bodenreichtümer der Südhänge der Westkarpaten, die Thermalquellen der Gegend, boten günstige Lebensbedingungen für die Bevölkerung und deren wirtschaftliche und kulturelle Entfaltung. Wir wissen nicht wie groß die Dörfer der Gemeinde am Anfang des Mittelalters waren, doch im 18. Jahrhundert gibt es erste Volkszählungen und Erfassungen, wonach in Balsa 147 Häuser (Höfe) standen, mit 173 Familien und einer Gesamtbevölkerung von 775 Menschen (414 Männer und 361 Frauen), mit drei Pfarrern. Es war eine Großgemeinde des Bezirkes. Im selben Zeitabschnitt (1787) gab es in Almasul Mic de Munte 83 Häuser, in Ardeu 35, in Mada 167, in Techereu 78 und in Voia 58 Häuser.

Die Bevölkerungszahlen stiegen in der folgenden Zeit ständig an, so gibt es in Balsa 789 Bewohner im Jahre 1857, 889 im Jahre 1880, 1300 im Jahre 1900 und 1910 schon 6200.

Nach dem zweiten Weltkrieg und vor allem seit der zwangsmäßigen Industrialisierung des Landes, gibt es einen drastischen Bevölkerunsschwund. Bei der Volkszählung von 1966 gab es in Balsa noch 612 Seelen. Die Gesamtbevölkerung der zu Balsa gehörenden Dörfer beträgt heute noch 1218 Menschen.

Die Bevölkerung von Balsa hat sich an den großen Ereignissen Transsilvaniens aktiv beteiligt.

Zur Zeit des Horea-Aufstandes, 1784, bescheinigen zahlreiche offizielle Stellungnahmen die Beteiligung der Bauern an den Kämpfen gegen die Adligen. Für die Obrigkeit war Balsa ein sehr unruhiger Ort, es mussten Kaiserliche Soldaten hin geschickt werden um den Verkher zwischen Orastie und Zlatna sicherzustellen. Auch nach der Niederschlagung des Aufstandes widersetzten sie sich der Leibeigenschaft, sie zahlten die Abgaben nicht und gaben ihre Waffen nicht ab mit denen sie gekämpft hatten.

Auch an der Revolution von 1848-1849 waren die Menschen von Balsa beteiligt, eine hervorragende Rolle dabei spielte Petru Damian. Während der Kämpfe verwüsteten die ungarischen Sicherheitskräfte die orthodoxe Kirche, die erst 1842 gebaut worden war.

Später, im Jahre 1918, stimmten sie gemeinsam mit allen Rumänen Transsilvaniens für die Vereinigung mit dem rumänischen Mutterland, sie bilden nationale rumänische Garden für die Verteidigung von Ordnung und Sicherheit der Bevölkerung.

Die Opfer der Menschen von Balsa aus dem ersten Weltkrieg werden durch ein Mahnmal geehrt, das 1925 erstellt wurde. Weiteren Blutzoll forderte der zweite Weltkrieg als zahlreiche Männer nicht mehr von den Kriegsfeldern zurückkamen.

Es ist dieses eine lange und glorreiche Geschichte, die nicht in wenigen Sätzen geschildert werden kann. Allen Menschen die auf diesen Gefilden gelebt und gelitten haben, gebührt es ihnen zu danken und sie in guter Erinnerung zu behalten.

Bürgermeister der Gemeinde Balsa

Simion Metesan

http://www.balsa.ro/

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Im Zentrum von Balsa ...

befindet sich ein liebevoll angelegter Park. Links im Bild zu sehen: ein Magazin Mixt. Hier kann man nach einer Wanderung die Seele baumeln und den Tag ausklingen lassen. ... Zur Gemeinde Balsa zählen folgende Ortschaften: Almasu Mic de Munte (erste urkundliche Erwähnungen 1733), Ardeu (erste Dokumente aus 1509), Balsa, Bunesti, Galbena, Mada, Oprisesti (erste Dokumente aus 1805), Poiana (erste Dokumente aus 1511), Poienita (erste Dokumente aus 1805), Rosia, Stauiuni, Techereu (erste Dokumente aus 1511), Valisoara (erste Dokumente aus 1733), Voia (erste Dokumente aus 1509).

Biserica ortodoxa din Balsa

Die orthodoxe Kirche in Balsa scheint erst jüngst restauriert.

Biserica ortodoxa din Almasu Mic de Munte

Die wunderschöne Holzkirche stammt aus dem Jahr 1733.

Weitere Infos zum Ort:

http://www.almasel.go.ro/

Kleines ethnographisches Museum ...

in Ardeu. Wer das Museum besichtigen will, muss im Rathaus der Comuna Balsa nachfragen:

Str. Principala Nr.175
Balsa
Jud. Hunedoara
România
Tel./fax : 0254 248001


Cheile Glodului

Unmittelbar hinter der Cheile Ardeului folgt der Ort Ardeu. Hier zweigt ein Nebenweg ab, der unmittelbar am unteren Zugang der Cheile Glodului endet (siehe oben befindliche Skizze). Die ca. 2 km lange Schlucht hat steil abfallende Felswände und es gibt innerhalb der Schlucht keine Wege und Pfade. In ihrer Dimension steht sie der Cheile Madei sicher in nichts nach.

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Vom oberen Zugang, ...

von Glod kommend, beherrschen eher sanfte Formen die Schlucht. Im weiteren Verlauf befinden sich rechts- und vor allem linksseits einige schöne Höhlenportale. ...

Der untere Abschnitt ...

ist durch senkrechte Felsände geprägt, hier befinden sich im Bachbett zahlreiche Strudelbecken. Dann weitet sich das Areal, führt aber durch weitere Felsabschnitte hindurch, bevor man den Forstweg nach Ardeu erreicht. Die Schlucht ist nur zu niederschlagsarmen Zeiten begehbar!


Cheile Bacâiei

Das kleine Dorf Bacâia ...

befindet sich unmittelbar vor der gleichnamigen Schlucht. Die Zufahrt erfolgt über Bozes. Kurz hinter Bozes endet die befestigte Strasse und es setzt sich ein unbefestigter Landweg fort. Niemand würde hier noch einen Ort vermuten. Wer dann noch zu später Abendstunde im letzten Tageslicht hier her gelangt, ist von dem wilden kleinen Dorf Bacâia restlos begeistert. Mitten im Ort geht der weiterführenden Weg in die Schlucht "Cheile Bacâiei" durch eine erste Furt. Hier verkehrt ein rumänischer Dacia noch problemlos, aber der klassisch westliche Tourist wird mit seiner "Karosse" erste Bedenken verspüren. Für Allradfahrer beginnt hier eine traumhafte Wegstrecke durch die Schlucht und weiter hinauf zur Cheile Cibului. Es folgen zwei weitere Furten! Für Radfahrer ist dieses Terrain eine ausgemachte 10-Sterne-Strecke!!! Im Hintergrund erheben sich die steilen Felswände der Vânatarea. Diese machen bereits den unteren Abschnitt der Cheile Cibului aus. ...

Ausblicke

... in die Cheile Bacâia.

Pensiunea Colt de Rai

Die in der Cheile Bacâia gelegene und in 2007 neu eröffnete Pension besteht aus zwei alten Gebäuden die liebevoll hergerichtet wurden. Insgesamt gibt es hier 3 Zimmer mit je 6 Betten (+ WC) und als besonderes Schmankerl gehört zur Pension ein kleines Badebecken, das mit Mineralwasser aus der Cheile Cibului gespeist wird. Ein Zimmer kostet pro Person/Nacht 70 RON (neue Lei). Die Pension ist momentan von Mai bis Oktober geöffnet. Bei Anfrage sciher auch zu anderen Zeiten. Hier ist Vollverpflegung möglich! Kontaktdaten: Tel.: 0723-216504, Mail: ALEX.ROSHK@yahoo.com , http://www.COLTDERAI.LX.RO


Cheile Cibului

Das kleine Dorf "Cheile Cibului", ...

gehörig zur Gemeinde Almasu Mare, befindet sich inmitten der gleichnamigen Schlucht. Die einzelnen Bauernhöfe sind teils weitläufig verteilt. Im Bild: Abendliche Aufnahme der Dorfkirche ... Ca. einhundert Meter weiter befindet sich das Wohnhaus einiger Nonnen, die hier den Aufbau eines neuen Klosters betreuen. ...

Manastirea Buna Vestire (Hram: 25.03.)

Die Klosterneugründung - wenn man das so sagen kann - erfolgte im Jahre 2000. Gottesdienste werden derzeit im Wohngebäude der Nonnen abgehalten. Momentan schreitet der Neubau der Klosterkirche inmitten malerischer Landschaft voran. Ältesten Überlieferungen nach befand sich hier eine erste Einsiedlerei seit dem Jahre 1211, die später als Kloster fungierte. Später wurde das Kloster durch die Truppen von General Bukow zerstört.

Preot Rafael Corneanu

Der orthodoxe Pfarrer betreut und leitet den Neubau von Manastirea Buna Vestire von Anfang an.

Auf dem Fels, ...

unmittelbar über der neuen Klosterkirche, bieten sich erste schöne Ausblicke auf die Schlucht.

Tiefblick in die Cheile Cibului ...

von den nordöstlichen Felsklippen der Schlucht bei Piatra Corbului. Deutlich zu erkennen, die beinahe kreisrunde Senke innerhalb der Cheile Cibului. Unmittelbar dahinter fällt das Gelände erneut ab in Richtung Cheile Bacâiei (obere Bildmitte). Die Ausdehnung der Schlucht beträgt 1,4 km.

Steilwand ...

im nördlichen Bereich der Schlucht. Hier bietet sich in jedem Falle die eine und andere interessante Kletterroute. Dieser Aussichtspunkt ist aber auch von "Kind und "Kegel" problemlos zu erreichen. Man beginnt mit der Wanderung bei der Klosterkirche und folgt dem eher sanften Hochland um Piatra Corbului Richtung Norden. Die Felsbarriere lässt sich so gemütlich bis zur oberen Schluchtenenge umwandern, wo sich die Zufahrt von Cib befindet.

Gespaltener Fels ...

innerhalb der Cheile Cibului. Links hinter dem Felsen erkennt man die neue Klosterkirche.

Der nördliche Zugang ...

zur Cheile Cibului. Hier führt die kleine Landstrasse hindurch, welche das Dorf Cheile Cibului mit dem hinter der Schlucht beginnenden Dorf Cib (ebenfalls zur Gemeinde Almasu Mare gehörig) verbindet. Das einzeln stehende Gehöft innerhalb der Schlucht (linksseits), gehört Frau Oancea Valeria.

...

Oancea Valeria ...

lud den Günter Joos und meine Wenigkeit auf einen Kurzbesuch in ihr Haus, das sie selbst erst vor einigen Jahren gekauft hat. Hier lebt sie mit ihrem Mann und geht der Viehzucht nach. Die Leute hier sind Grossteils Selbstversorger und verdienen sich etwas Geld mit dem Verkauf von Milchprodukten und Fleisch, vorrangig auf dem Stadtmarkt in Zlatna. Valeria zeigt uns einen "Schatz", den sie von ihrem verstorbenen Grossvater hat: Zwei schöne alte Hinterglasmalereien.

Einblicke in die Räucherkammer ...

von Oancea Valeria. Auf Nachfrage, zeigt sich Valeria auch durchaus interessiert, Touristen in ihrem Haus zu beherbergen. Wenn also ein oder zwei Wanderer zu später Stunde hier ein bescheidenes Quartier suchen, dann können sie hier ruhig anfragen. Eine Übernachtung, incl. Frühstück würde in diesem Falle 10,- Euro kosten. Wer also gern hausgemachten Speck, Milch- und Käseprodukte mag, der ist hier an der richtigen Stelle! Ansonsten eigener Schlafsack ist immer gut, Toilette aussen und Morgenwäsche am daneben fliessenden Bach. Hier nochmals die Kontaktadresse: Oancea Valeria, Cheile Cibului, Nr. 15, Tel.: 074 2870004 ... Wer hier nichts findet, fragt einfach beim nächsten Bauern nach!

Alte Stallung mit traditionellen Strohdach ...

in Cib. Die kleine Landstrasse führt weiter über flaches Bergland nach Almasu Mare, wo sich das bedeutende ethnografische Privatmuseum von Achim Emilian befindet. Ein Anreise mit dem Auto von Almasu Mare bis in die Cheile Cibului ist halbwegs möglich. Ein weiterer unbefestigter Weg führt von Cib direkt hinüber nach Valea Mica.

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Fotos: Wilhelm Scherz

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